Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

RohstoffknappheitRohstoffknappheit Werden die Umwelttechnologien ausgebremst? Von Hellmuth Nordwig Windräder, Solarzellen, Elektroautos oder energiesparende Beleuchtung: Für all das braucht die Industrie neue Rohstoffe. Doch Seltene Erden, Edelmetalle, Lithium und vieles mehr stehen auf dem Markt nicht unbegrenzt zur Verfügung. Beispiel Kobalt: Es steckt in allen modernen Akkus, vom Handy bis zum Elektrofahrzeug - und es könnte schon im kommenden Jahrzehnt knapp werden. Phosphor, der für Düngemittel benötigt wird, reicht noch ein paar Dekaden länger. Aber schon jetzt ist auch hier ein deutlicher Preisanstieg festzustellen. Das Problem: Viele dieser Rohstoffe gibt es nur in einem oder wenigen Ländern. Dort sind die politischen Systeme manchmal wenig verlässlich, und die Auswirkungen des Rohstoffabbaus auf Umwelt und Gesellschaft ebenfalls nicht so, wie wir das gerne hätten. Auch hier ist Kobalt ein Beispiel, das zum großen Teil im Kongo und dort teilweise von Kindern abgebaut wird. Experten bei uns macht das Sorgen, zumal gerade Umwelttechnologien und die Energiewende von den kritischen Materialien abhängen. Sie empfehlen neben der Entwicklung alternativer Technologien vor allem das Recycling der Rohstoffe auszubauen. Redaktion: Thomas Morawetz
Donnerstag 18:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

GelbwestenEin Jahr Gelbwesten in Frankreich Die Wut gegen Öko-Macron Von Marcel Wagner Am 17. November 2018 fand der erste Protesttag der Gelbwesten in Frankreich statt. Auslöser war die höhere Besteuerung von fossilen Kraftstoffen im Zuge der Energiewende. Ein Jahr später ist die Wut und Gewalt nicht mehr sichtbar. Macrons Zustimmungswerte sind wieder höher, aber die Ablehnung seiner Klima- und Wirtschaftspolitik sitzt weiterhin tief bei den Warnwestenträgern.
Donnerstag 18:30 Uhr

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WDR3

WDR 3 Hörspiel

marguerite durasXanatta Von Marguerite Duras Politisches Kammerspiel von Marguerite Duras Übersetzung aus dem Französischen: Werner Spies Der Mann: Wilhelm Borchert Die Frau: Lotte Betke Der Besucher: Wolfgang Engels Regie: Oswald Döpke Aufnahme SDR/NDR Anschließend: WDR 3 Foyer
Donnerstag 19:04 Uhr

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Ö1

Im Gespräch

"Zeig mir deinen Papa" - Rosa Lyon im Gespräch mit der Ökonomin Alyssa Schneebaum Warum verdienen Männer besser als Frauen? Weil sie eklatant mehr unbezahlte Arbeit verrichten? Weil Frauen weniger arbeiten? Weil sie andere Arbeit verrichten als Männer? Nur: warum? Sind es die biologischen Unterschiede? Die Hormone? Oder geht es um soziale Normen und Rollen? Das beginnt schon sehr früh: Spielsachen für Buben sind oft kompetitiv und aggressionsfördernd, während für Mädchen Schönheit, soziale Beziehungen und Pflege zentral zu sein haben. Das ist tatsächlich immer noch so. Und das hat Auswirkungen auf das spätere Leben - auch auf das ökonomische. Denn die Interessen und Fähigkeiten, die wir entwickeln, beeinflussen unsere Erwartungen an uns selbst und unser Leben. Sprich, ob und was wir studieren, wo und wie wir arbeiten, wie viele Stunden wir arbeiten, wer die Kinder betreut, und wie hoch die Pension einmal sein wird. Dass Frauen öfter arm sind, besonders im Alter, sollte uns nicht überraschen. Und wie ändern wir das? Alyssa Schneebaum hat Gender Forschung und Wirtschaft zusammengebracht - sie erforscht diese und ähnliche Fragen mit europäischen und amerikanischen Daten. Im Gespräch mit Rosa Lyon wagt Alyssa Schneebaum einen Blick in die Zukunft.
Donnerstag 21:00 Uhr

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Deutschlandfunk

JazzFacts

Expressway SketchesSurf, Jazz & Motown Die Band Expressway Sketches Von Anja Buchmann Er liebt die Surfmusik der 50er- und 60er-Jahre - aber nicht nur: Gitarrist Tobias Hoffmann. Mit seinen Bandkollegen von Expressway Sketches hat er ein neues Album im Kammermusiksaal des Deutschlandfunks eingespielt. Die CD trägt die Überschrift ,Surfin" The Day - Lovin" The Night" und orientiert sich wie der Vorgänger ,Love Surf Music" an instrumentalem Rock mit dem typischen ,Twang" von Fender-Gitarren, gepaart mit Anleihen an Antonio Carlos Jobim, Motown-Music und Filmmusiken der 60er-Jahre. Alle Bandmitglieder haben Eigenkompositionen zum Album beigetragen und zeigen organisches Zusammenspiel wie auch feine Improvisationskunst, präsentiert mit authentischem Vintage Equipment wie einem Wurlitzer-Piano, Orgeln und alten Verstärkern.
Donnerstag 21:05 Uhr

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SWR2

SWR2 Hörspiel-Studio

stefan veithZwischen Schokolade und Prothesen Hörspiel in Songs und Szenen Von Stefan Veith und Peter Fey Mit: Sebastian Hülk, Corinna Harfouch, Matthias Zimmer, Thomas Gsella, Smudo u. v. a. Idee: Stefan Veith und Matthias Zimmer Musikalische Leitung: Peter Fey Konzept und Realisation: Peter Fey und Stefan Veith (Produktion: SWR 2019) Die Autoren schreiben über ihr Stück: »Erzählt wird die Passions-Geschichte des deutschen politischen Aktivisten und Partymachers Gallus von Tabernagel. Vom großen Einschnitt eines sogenannten Attentats über darauffolgende schwere Krankheiten bis zu seinem Tode. Über Gedichte, Prosa, Songs und Szenen, in Form eines Pop-Konzeptalbums angelegt, kommt das Stück zu dem Schluss, dass im Prinzip alles Leiden und Lieben von Schokolade und Prothesen abhängig ist. Die Geschichte, die das Hörspiel erzählt, ist beinahe so wie gelebt, nur die Namen wurden geänder und die Handlung kondensiert.« (Stefan Veith/Peter Fey)
Donnerstag 22:03 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

Paul Plamper30 Jahre Mauerfall Der Absprung Von Paul Plamper Regie: der Autor Mit: Artur Albrecht, Stefan Cordes, Felicia Descher, Richard Djif, Andy Drabek, Fernanda Farah, Ulrich Gerhardt, Margit Hahn, Carl Hegemann, Fabian Hinrichs, Michael Kinkel, Cristin König, Sophia König, Peter Kurth, Franziska Niermann, Tina Pfurr, Peter Schellenberg, Petra Sparbrod, Christian Weber, Dana Weber u.a. Ton: Johannes Scherzer, Michael Krajczok und Titus Maderlechner Produktion: WDR, Schloss- und Kulturbetrieb Altenburg mit BR und Deutschlandfunk Kultur 2018 Länge: 52"20 (Wdh. v. 03.12.2018) "Leerstadt" macht seinem Namen alle Ehre: Abwanderung, Überalterung, Leerstand. Der Zuzug von Flüchtlingsfamilien soll helfen, provoziert jedoch Widerstand. Als der "Hauptmann von Köpenick" von einem Schauspieler aus Kamerun gespielt wird, eskaliert die Situation. ,Leerstadt", eine ostdeutsche Kleinstadt. 2015 sind Geflüchtete in die schrumpfende Stadt gekommen. Die Konflikte um die Zuwanderung eskalieren, als ein neu-rechter Demagoge die Wut und Ängste der Bürgerinnen und Bürger nutzt und zu einem Boykott gegen das städtische Theater aufruft. Dort probt das multinationale Ensemble gerade eine Aufführung mit einem Hauptdarsteller aus Kamerun. Die Stadt gerät in einen medialen Wirbel um Rassismusvorwürfe und Ost-Vorurteile, als Mitglieder des Theaters ankündigen, Leerstadt zu verlassen. Das Hörspiel erzählt von Zerrissenheit, Lagerbildung und zeigt die aktuellen gesellschaftlichen Fliehkräfte. Unterstützt durch: Deutscher Literaturfonds e.V. Paul Plamper, 1972 in Ulm geboren, Autor, Theater- und Hörspielregisseur. Er inszenierte u.a. am Berliner Ensemble und am Stadttheater Istanbul. Seit 1999 arbeitet er als Hörspielmacher. Für seine Werke erhielt er u.a. 2002 und 2011den Prix Europa für "Top Hit leicht gemacht" und "Tacet", 2009 den 58. Hörspielpreis der Kriegsblinden für "Ruhe 1", 2010 den Robert-Geisendörfer-Preis für "Der Assistent", sowie 2012/13 den Deutschen Hörbuchpreis und den Deutschen Hörspielpreis der ARD für "Der Kauf" sowie 2017 den Deutschen Hörbuchpreis für "Dienstbare Geister". Seit 2005 entwickelt Plamper Arbeiten im Stadtraum, wie "Das Akustische Kleist Denkmal" am Kleinen Wannsee (seit 2011), sowie Audioinstallationen, u.a. im Museumsquartier Wien ("Future Dealers", 2016). "Der Absprung" (2018) wurde als 20-Kanal-Audio-Installation im Residenzschloss Altenburg vorgeführt und im ZKM Karlsruhe präsentiert. Nach "Future Dealers" und "Dienstbare Geister" bildet es den dritten und abschließenden Teil von Plampers "Fremde & Geister" - Trilogie über die Konstruktion des Fremden. "Der Absprung" war Finalist beim 68. Hörspielpreis der Kriegsblinden 2019. Der Absprung
Donnerstag 22:03 Uhr

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NDR Blue

Nachtclub ÜberPop

Jewish MonkeysJewish Monkeys Mit Andreas Moll Sie gelten als Tel Aviver Punk-Senioren, machen Klezmer-Punk und beweisen, dass jiddische Gassenhauer sich bestens mit Ska-Rhythmen, Reggae, Funk und Punk-Elementen verbinden lassen. Die "Jewish Monkeys" um den aus Frankfurt stammenden Sänger Jossi Reich. Mit "Catastrophic Life" legen die "Jewish Monkeys" nun ihr drittes Album vor und gehen auf Deutschland-Tournee. Angewachsen zu einer Art Festival-Ensemble, präsentieren sie die neuen Songs wie "Robot Age", "My Jewish Girl" oder "All the Great Things" mit satirischen Texten und bitterbösen Ansagen unter anderem am 15.11. in Hamburg im Stellwerk. In diesem Nachtclub ÜberPop spricht Moderator Andreas Moll mit "Jewish Monkeys"-Sänger Jossi Reich über das ganz besondere Genre Klezmer-Punk, über die Deutschlandtour im Herbst 2019, über die israelkritische britische BDS-Bewegung und den humorvoll-lebensbejahenden Umgang der Band mit den Problemen unserer Zeit. Politischen wie ganz persönlichen, die Jossi Reich ohne Blatt vor dem Mund in den Songs der Band thematisiert. Ein Nachtclub ÜberPop zu der Band, über die Schriftsteller Maxim Biller schreibt: "Hätte Hitler nicht den Krieg fast gewonnen, würde jüdische Popmusik so klingen: naturstoned, schnell und wahnsinnig melancholisch."
Donnerstag 22:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Klangkunst

Afro-Sonic Mapping Von Satch Hoyt Gesang: MC Khris Gitarre: Teddy Nsingi Keyboard, Perkussion: Satch Hoyt Lyrics: MC Khris Produktion: HKW Berlin / Deutschlandfunk Kultur 2019 Länge: 54"30 (Ursendung) Welche Klangverwandtschaften gibt es zwischen Dakar und New Orleans, zwischen Hip Hop, Jazz und der afrikanischen Kalimba? Der Künstler Satch Hoyt verbindet Musikaufnahmen aus der Kolonialzeit mit aktuellen Sounds aus Afrika und Amerika. Durch den Sklavenhandel wurden nicht nur Menschen aus Afrika in die ganze Welt verstreut. Auch ihre Musiktraditionen gerieten in Bewegung. So entstand ein Netz von Klangverwandtschaften zwischen Dakar und New Orleans, zwischen Hip Hop, Jazz und der afrikanischen Kalimba. Der Künstler Satch Hoyt zeichnet Teile dieses Netzes nach. Ausgangspunkt sind frühe Tonaufnahmen aus Angola und dem Kongo, entstanden während der Kolonialzeit. Satch Hoyt reist an ihre Entstehungsorte, sucht gemeinsam mit Musikern der postkolonialen Städte Verbindungen zu zeitgenössischen Rhythmen und Klängen. Konzertmitschnitt vom 1.11.2019 im HKW, Berlin. Satch Hoyt ist bildender Künstler und Musiker, er lebt in Berlin. Seine Projekte verweisen auf die transnationale afrikanische Diaspora und drehen sich um die kulturelle und politische Rolle des Klangs. Satch Hoyts Skulpturen und Installationen werden von Sound begleitet, seine Bilder und Zeichnungen lassen sich als grafische Partituren lesen und spielen. Afro-Sonic Mapping
Freitag 00:05 Uhr

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